„Ein Kunstwerk wird immer ein Geheimnis bleiben.

Das heißt, man wird nie bis ins Letzte ergründen können, wie es gemacht ist.

Bewahren wir uns diese magische Kraft der Musik,

sie ist in ihrem Wesen offener dafür als jede andere Kunst.“

 

Claude Debussy

 

 

Neben der Musik gilt mein großes Interesse der Literatur, besonders der Lyrik.

Verschiedene Projekte, die meine Musik mit Literatur verbinden, gab es schon in der Vergangenheit.

Inspirierend und erfolgreich war schon die Zusammenarbeit mit Dichtern und Schriftstellern wie Michael Skasa (bay. Rundfunk) unter dem Titel „Für alle Liebeslagen“ und mit dem Bestsellerautor und PEN Präsidenten Josef Haslinger “Die plötzlichen Geschenke des Himmels“, ebenso die Zusammenarbeit mit den Nürnberger Dichtern Klaus Schamberger und Fitzgerald Kusz.

 

Nun stelle ich mein neuestes Projekt zusammen mit Johano Strasser (Philosoph, Politologe und Schriftsteller) vor: Lyrik und Blues

Lilo Kraus, Harfe, Chris Schmitt, Mundharmonika, Johano Strasser, Lyrik -  das ist eine Kombination, die nicht jedem von vornherein einleuchtet. Aber wenn man hört, wie die Musik, wie die rhythmischen Akzente und Melodieranken der Harfe, wie die aus dem Innern der Erde hervorquellenden Bluestöne der Mundharmonika und das gesprochene Wort aufeinander antworten, sich  aneinander reiben, sich ergänzen und bestärken, wird sehr bald deutlich, dass durch diese Präsentation sich eine ganz eigene Dimension des Lyrischen erschließt.  Als wir noch Götter waren im Mai ist ein ironisch-nostalgisches Spiel mit Erinnerungen, uneingelösten Ansprüchen und irritierenden Befindlichkeiten, die sich im Laufe eines Lebens in jedem von uns ansammeln und uns zu den komplizierten, nervösen und nervigen, zuweilen schwer erträglichen und doch auch liebenswürdigen modernen Menschen machen. Es ist ein Zeitporträt in poetischer Rede, in dem auch Stimmen aus lange vergangenen Epochen nachhallen, das auch dort, wo es die großen Themen des Lebens und der Existenz berührt, nicht in düsteren Tiefsinn verfällt, sondern mit ironischen Brechungen immer wieder Schlupflöcher öffnet, durch die wir lachend ins Freie gelangen können.